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Huancarani 07. - 18. März 2016
Meike Meischner wurde am 5.3. 2016 von Juliane Viktoria Kraft, ebenfalls einer Jungzahnärztin, abgelöst. Sie sollte noch 2 Wochen von mir in das Consultorio eingearbeitet werden, was jedoch sehr schnell erledigt war. Die Zusammenarbeit gestaltete sich als sehr harmonisch und in freundschaftlichem Umgang miteinander. Da sie spanisch als ihre zweite Muttersprache spricht, hatte sie natürlich sofort einen tollen Zugang zu den großen und besonders zu den kleinen Patienten.
Aus den Erfahrungen der vergangenen Werbemaßnahmen überlegten wir uns neue Strategien und verteilten  bei jeder Gelegenheit, die sich uns bot, z.B. Handzettel mit den Horarios, Lageskizze des Consultorios und diesmal mit einem Gratisgutschein für eine Limpieza (Zahnreinigung).  Ein durchschlagender Erfolg blieb aber auch leider aus, obwohl die Leute sich sehr über dieses „Sonderangebot“ freuten. So saßen wir teilweise ohne auch nur einen Patienten ganze Vormittage herum. Daher suchten wir nach anderen „Betätigungsfeldern“ innerhalb der Pirwa und fungierten z.B. als
engagierte Hundewäscher und -friseure für Elias Hund Chavito.
 
Zu unserer großen Freude begannen die lang ersehnten Aufräumarbeiten auf dem Hof. Die Frauengruppe um Doña Adela begann, die Schuttberge abzutragen (mit den Händen!), und nach ein paar Tagen bekam der Hof schon ein freundlicheres und aufgeräumteres Gesicht. Endlich!!
Zukunftsaussichten?
Bei einem Ausflug in die Umgebung lernten wir ein sehr sympathisches, bolivianisches Ehepaar, Sonya und Victor, kennen. Dieses Ehepaar war sehr interessiert an einer Zusammenarbeit mit uns Zahnärzten, sind sie doch sehr engagiert in der Betreuung sehr armer  Dörfer in der Umgebung um Cochabamba. Wir gaben ihre Daten an Ronald weiter, der sich um näherer Informationen mit ihnen in Verbindung setzen sollte. Ein erstes Gespräch hat bereits stattgefunden. Es würde uns sehr freuen, wenn daraus eine echte und langfristige Zusammenarbeit entstehen würde.
Noch während meiner Anwesenheit waren Verhandlungen mit dem Centro de Salud in Montenegro, also mit dem ärztlichen Notfalldienst, im Gange. Noch beim beim Verfassen des Berichtes erhalte ich die vielversprechende und erfreuliche Nachricht, dass nun einmal in der Woche der ärztliche Notdienst aus Montenegro in die Pirwa nach Huancarani verlegt werden soll und schon einmal stattgefunden hat. Durch das steigende Patientenaufkommen werden das Consultorio bekannter und die Zahnärzte sicherlich profitieren.

Juliane wird noch bis zum 22. April mit Herbert und Jan in Huancarani arbeiten.
 
Ich wünsche den Dreien viele Patienten, einen glücklichen Start des Labors und hoffe, dass Meikes, Julianes und meine Werbeaktionen doch noch Früchte tragen und viele Patienten natürlich auch mit Placawünschen ins Consultorio führen wird.
 
Ich gehe nach 10 Wochen mit einem lachenden und weinenden Auge aus Huancarani fort.  Mit dem lachenden, dass wir d e n Menschen, die zu uns ins Consultorio kamen, helfen konnten, sie von ihren Schmerzen befreien und hoffentlich zu einer besseren Zahngesundheit und einer gesünderen Ernährung bekehren konnten, mit dem weinenden Auge, weil mir die Menschen dort, das Consultorio und die Pirwa trotz der o.g. Unzulänglichkeiten doch mittlerweile sehr ans Herz gewachsen sind. Abschied tut halt immer etwas weh.
                                          
Ich komme gerne wieder!    Hasta luego!!

März 2016, Siegbert Kiese, Juliane Viktoria Kraft
 
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