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Bitter, Maximiliane

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„BOLIVIA MOVIL“ Februar/März 2015
Diesmal flog ich mit Air Europa von München über Madrid nach Santa Cruz, da diese Airline auf Reisen nach Bolivien zwei Gepäckstücke erlaubt und ich auf diese Weise den Koffer mit den Spenden ohne Zusatzkosten transportieren konnte. Alles funktionierte reibungslos, besonders das Zertifikat von Ekkehard bei der Zollkontrolle.
In Santa Cruz genoss ich zuerst einmal die Wärme und den Pool des HI-Hostels Jodanga. Mein Backpacker-Feeling wurde sehr schnell getrübt, als mein Bikinioberteil und meine Regenjacke verschwanden. Der „Urlaub“ konnte also nur noch besser werden! Bevor ich in Sucre ankam, stattete ich Samaipata, dem Amboró Nationalpark und Che Guevaras erstem Grab in Valle Grande einen Besuch ab.
SUCRE, LLINFI
In Sucre hatte Ekkehard schon die Ausrüstung gecheckt und bereitgestellt, sodass ich den Sonntag noch für einen Stadtspaziergang nutzen konnte.
Am Montag, den 23. Februar komplettierte sich unser Team mit Lena und Karoline. Um 7:30 Uhr wurden wir bereits abgeholt und fuhren ins einen halbe Stunde entfernte Llinfi in die dortige Schule. Nachdem uns der Direktor und die Lehrer begrüßt hatten, wohnten wir dem montagmorgendlichem Ritual bei und durften zur Nationalhymne die Fahnen hissen. Sogar Don Arturo und Ekkehard hielten Reden. Anschließend bauten wir uns in einem Musikzimmer mit defekten Fensterscheiben unsere Doppelpraxis auf. Der deutsche Voluntario der Schule half uns, Patientenlisten zu schreiben und Patienten zu organisieren. Mittags lieferte uns die Tochter der Großfamilie Barón ihr traditionelles, schmackhaftes Almuerzo Familiar, womit unsere kurze Pause begann. Laut Liste behandelten wir am ersten Tag bereits 19 Patienten. Die meisten baten wir, für weitere Behandlungen erneut zu erscheinen. Wir wechselten uns mit Behandlung und Assistenz ab und legten viele Füllungen, reinigten professionell und entfernten Zähne, denen nicht mehr zu helfen war. Punkt 17 Uhr holte uns unser Fahrer wieder ab. Das gesäuberte und trockene Instrumentarium hatte wir dabei, um es im Hostel im dort aufgestelltenn Heißluftsterilisator zu sterilisieren.
Laut dem Zeitungsbericht, der am Donnerstag im Correo del Sur erschien, erwarteten in der Schule und im Kindergarten in Llinfi allein 360 Schüler und Kinder unsere Zahnbehandlung. Dazu kamen noch einige Erwachsene. Wir konnten nie im Leben alle schaffen. Am Ende hatten wir ca. 50 Patienten behandelt -  natürlich nicht alle komplett saniert – aber einige kamen wenigstens öfter vorbei. Manchmal saßen die wartenden Patienten in zwei Reihen wie im Kino und schauten uns beim Behandeln zu, nicht selten mit Popcorn oder anderen Knabbereien. Nebenbei wurden Kinder gestillt oder mit Zuckerzeugs gefüttert.
Zwei mal wurde unsere Arbeit durch Stromausfall unterbrochen für mehrere Stunden. Uns blieb noch das Extraktionsinstrumentarium, bis auch dieses zur Neige ging. Die dentale Unit 1 machte die ganze Zeit über Probleme, indem sie in regelmäßigen Abständen ausfiel. Mit der Zeit kamen wir aber mit ihrer Macke besser zurecht und konnten unsere Behandlung auf ihr Pausenbedürfnis einstellen.
TARABUCO
Die Zeit vom 1. bis 15. März verbrachten wir in Tarabuco. Der Empfang war alles andere als herzlich, da unsere Vorgänger nicht in guter Erinnerung geblieben waren. Außerdem schien es, als sei im Vorfeld nichts organisiert worden, zumindest behauptete das Krankenhaus dies und tischte uns noch weitere Lügen auf. Wir beschlossen, unabhängig vom Krankenhaus die kompletten zwei Wochen im Hostel zu behandeln, um die Zeit optimal zu nutzen. Wir funktionierten den Spielesalon der Kinder um zum Behandlungssalon. Nach unserem montagmorgendlichen Besuch im Krankenhaus organisierten wir unsere Werbung, um die Bevölkerung von Tarabuco auf unsere gratis Behandlung aufmerksam zu machen. Wir malten Plakate für die Schulen und hingen auch welche an der Plaza und am Eingang des Hostels auf. Am Nachmittag erschienen die ersten Patienten. Es waren Kinder und erst im Nachhinein wurde uns bewusst, dass sie gekommen waren, um sich im Spielesalon Spiele auszuleihen. Statt dessen verließen sie den Salon mit ein paar Füllungen mehr oder ein paar Zähnen weniger. Am Abend hatten wir ein sehr langes Gespräch mit dem Herbergsvater Alberto, der uns anbot, am nächsten Vormittag noch Werbung übers Radio zu machen und uns bat, Kinder nur mit schriftlicher Erlaubnis ihrer Eltern zu behandeln, sollten diese nicht mit zur Behandlung erscheinen. Dadurch wurde unser bürokratischer Aufwand noch ein wenig größer und wir mussten viele Kinder heim schicken, sich eine schriftliche Erlaubnis ihrer Eltern zu holen.
Ab dem zweiten Tag kamen genug Patienten, wobei vormittags eher zu wenige erschienen, obwohl wir alle darauf hinwiesen, dass vormittags vorteilhafter sei. Dafür mussten wir abends immer welche heimschicken ohne sie behandelt zu haben.
Um nicht ständig gestört zu werden, verteilten wir Wartenummern unter den wartenden Patienten und verbarrikadierten die Tür von innen. Unsere Patienten schienen keine Zeit zum Warten zu haben und verstanden nicht, dass eine Bahandlung ihre Zeit benötigt. Einige waren auch nur scharf auf die geschenkten Zahnbürsten und instruierten ihre Sprösslinge. Manche Kinder diskutierten, dass sie sich ohne Zahnpasta zu hause nicht sehen lassen könnten, aber mit der Zahnpasta als Lockmittel erschienen sie am nächsten Tag für weitere Sanierungsmaßnahmen.
Erwähnenswertes Phänomen genau zur Halbzeit unserer Arbeitstage in Bolivien, quasi zur Mediotiempo kamen – und auch nur an diesem Tag – drei Patienten mit durchgebrochenem Mesiodens. Eines dieser Kinder wurde vorgestellt, weil es die ganze Nacht vor Schmerz durch geweint hatte und die Mutter davon einfach genervt war. Da das Mädchen eine extrem schlechte Compliance aufwies, gaben wir der Familie Antibiotikum mit genauen Anweisungen mit und instruierten sie, am Freitag wiederzukommen. Leider ohne Erfolg, obwohl wir auf die Lebensgefahr und die Verantwortung der Mutter hingewiesen hatten.
Allerdings gab es auch Patienten, die die Gelegenheit erkannt hatten und fleißig immer wieder kamen, worüber wir uns noch mehr freuten als sowieso schon über jeden „geretteten“ Zahn.
Einen Teil unserer Zahnbürsten und Zahnpasten gaben wir den Voluntarias, die in den Schulen in Tarabuco arbeiteten. Wir gaben ihnen Tipps für Putzinstruktionen und liehen ihnen für Demonstrationszwecke unser Demomodell und hoffen, dass sie nun täglich nach dem Mittagessen mit ihren Klassen das Zähneputzen üben.
Sie blieben nicht die einzigen Voluntarios, die ihre Klassen mit unseren Zahnbürsten beglücken konnten. Wir hatten so viele Zahnbürsten dabei – ca. 1300 insgesamt – dass wir viele in die Projekte der Voluntarios geben konnten nach Sucre, El Villar und Umgebung. Effektiver als eine einmalige Demonstration empfinde ich die tägliche Übung und das können die Voluntarios vor Ort prima leisten, wenn sie das wollen. Angesichts des Mundgeruchs, der einem aus den Kindermündern entgegen schlägt, haben sie vermutlich eine gute Motivation.
Das eine Wochenende nutzten wir für einen Ausflug nach El Villar, um dort wandern zu gehen und noch ländlichere Gegenden zu sehen.
Am Ende unserer Zeit in Tarabuco packten wir unsere Ausrüstung wieder zusammen und brachten sie wieder zurück nach Sucre. Wir freuten uns auf die unkomplizierte warme Dusche in Sucre und auf fließendes Wasser. Dabei hatten wir in Tarabuco noch Glück, dass wir nur die Pumpe anwerfen mussten, wenn der Wasserspeicher aufgebraucht war. Wenn die Regenzeit vorbei ist, sieht es wohl wesentlich trockener aus in Tarabuco. Kulinarisch versorgte uns in Tarabuco eine Köchin mal mehr, mal weniger.
Am Samstag fuhren wir allerdings schon wieder zurück nach Tarabuco, um uns Pujllay de Tarabuco anzusehen, das größte Volksfest von Tarabuco, immenser Publikumsmagnet und seit 2014 Weltkulturerbe der UNESCO.
SUCRE, OTRA VEZ EN LLINFI
Die vierte Woche arbeiteten wir wieder in Llinfi, da die dortige Bevölkerung darum gebeten hatte, dass wir noch einmal zurück kehren sollten. Einige Patienten erkannten wir wieder. So auch einen Jungen, den seine starken Schmerzen immer wieder zu uns geführt hatten, und nun hatte er auch endlich die Erlaubnis seines Vaters, dass wir ihm Zähne entfernen durften und konnten ihn von seinen Peinigern, den abgefaulten 6-ern befreien. Obwohl er vor drei Wochen eine Zahnreinigung und eine Zahnbürste erhalten hatte, lag der Biofilm wieder flächig auf  seinen Zähnen. Da das Zahnfleisch entzündet ist, wird aufgrund der Schmerzen auf die Zahnpflege verzichtet.
Bemerkenswerte Patientin: 16 Jahre jung und schon eine Brücke von 13 auf 23, mit schicken goldenen Herzchen auf den Einsern. Die Mitte war komplett verschoben, nicht nur, weil 22 nicht mit ersetzt war. Alles schien schief, auch der Gaumen.
Donnerstag Mittag wurden wir zu der Familie Barón zum Mittagessen nach Hause eingeladen und wir waren überrascht, als wir das Anwesen betraten. Hinter den weißen Mauern mit Stacheldraht-Topping hatten wir das Gefühl eine kleine Oase zu betreten inmitten der braunen, ärmlichen Gebäude. Wir wurden abseits der anderen auf Stühle im Schatten platziert und zuvorkommend bewirtet. Anscheinend hatte wir so ziemlich jeden dieser Familie behandelt.
Das Wochenende nutzten wir für Shopping und eine Wanderung zu den Sieben Wasserfällen in der Nähe von Llinfi, in denen wir von bolivianischen Augen beäugt in bolivianischer Bademanier mit T-Shirt ebenfalls badeten.
HOGARES EN SUCRE
In unserer letzten Behandlungswoche blieben wir näher am HI-Hostal. Die ersten beiden Tage arbeiteten wir im „Hogar de Nazareth“ und behandelten die dort wohnenden elternlosen Jungs, sowie die Insassen des benachbarten Jugendgefängnisses. Fernando, der Neffe von Don Arturo, und ebenfalls Zahnarzt, der die Woche für uns organisieren sollte, hat meines Erachtens komplett versagt. Wenigstens blieben am Ende keine Patienten übrig, als wir Quartier wechselten und die letzten drei Tage in dem Mädchenheim „Calor de Hogar“ arbeiteten. Dorthin konnten wir sogar in 10 Minunten vom Hostel aus laufen und waren unabhängig von einem Fahrer.
Die Mädchen waren deutlich komplizierter als die Jungs vom Beginn der Woche. Aber mit viel Geduld und ausführlichen Erklärungen konnten wir die notwendigen Behandlungen durchführen und freuten uns umso mehr, wenn ein junge Patientin über ihren Schatten sprang.
FAZIT der fünf Wochen Behandlung: Viele Füllungen, Extraktionen und Zahnreinigungen, keine Wurzelkanalbehandlung, Spanisch verbessert, drei Worte Quechua angewendet: „Öffne bitte den Mund!“, Extrahieren mit unterschiedlichen Instrumenten gelernt, viel Spaß gehabt.
Zum Ausklang unseres Bolivienaufenthaltes reisten Lena, Karo und ich zum Titicacasee, verbrachten den sonnigen Landtagswahlsonntag auf der Isla del Sol mit Wandern und Baden, besichtigten Tiwanacu, heizten die gefährlichste Straße der Welt hinunter und shoppten – wieder vereint mit Anna - La Paz leer um unsere Spendenkoffer für den Rückflug zu füllen.
Ich danke für die schöne Zeit in Bolivien Ekkehard und für die einzigartige Zusammenarbeit und tollen Erlebnisse Anna, Karo und Lena! Ich hoffe, dass dies nicht mein letzter Arbeitsaufenthalt für den FCSM war.
Im Spendenkoffer dabei waren diesmal: 1 Packung Handschuhe für Eigenbedarf pro Woche, eine Packung Lieblingsmundschutz, Schutzbrille, Behandlungslicht (Anleitung zum Selberbauen über Ekkehard), Zahnbürsten und Zahnpasta zum Verschenken, Komposite, Bonding, Flouride, Instrumente
Mein Dank für die zahlreichen Spenden geht erneut an die Firmen:
Sunstar, Hu-Friedy, Bauer&Reif, Thienel, Gaba, Bausch,Voco, Zhermack
Maximiliane Bitter

Maxi hat unten stehenden Erfahrungsbericht auch in der Zeitschrift "dentalfresh" veröffentlicht. Siehe die Hefte 3+4/2014.
BOLIVIEN AUGUST/SEPTEMBER 2013
EINE REISE NACH EL DORADO
VORBEREITUNGEN
Im August 2012 bekam ich die Zusage vom FCSM, im Projekt „El Villar“ mitarbeiten zu dürfen. In den folgenden Monaten stellte ich die Unterlagen für den Antrag auf einen DAAD-Reisekostenzuschuss zusammen.  Im Januar 2013 begann ich, meine Impfungen aufzufrischen bzw. mich gegen Gelbfieber imunisieren zu lassen. Ab März 2013 kümmerte ich mich um Spenden. Auf der IDS sprach ich Firmenvertreter an und erhielt später ganz tolle Spenden von ihnen. Außerdem schickte ich per Mail  Anfragen an alle Dentalfirmen, deren Adresse ich finden konnte. Die Spendenorganisation nahm sehr viel Zeit und auch Platz in Anspruch. In dieser Zeit fand ein erstes Treffen statt mit Dr. Ekkehard Schlichtenhorst, dem Leiter des Projektes „El Villar“, sowie meinen drei Kommilitonen, die sich auch für dieses Projekt beworben hatten.
„El Villar“ wird in Bolivien von dem Präsidenten von Hostelling International Bolivia, Prof. Dipl.Kfm. Max Steiner-Zamorano und der Familie Zamorano organisiert. Deswegen arbeiten auch viele Deutsche, meistens Abiturienten, in Sucre und den umliegenden Einsatzorten. Daher war es möglich, dass mein Partner, der Psychologie studiert, eine Praktikumsstelle für sich organisieren konnte und wir so unsere Semesterferien am gleichen Ort verbringen konnten.
LA PAZ
Nach einem Tag Aufenthalt in Madrid und einem 13-stündigen Flug nach Lima landeten wir endlich in La Paz. Beim Aussteigen aus dem Flugzeug blieb uns praktisch die Luft weg. Der Sauerstoffgehalt in 4070 m Höhe ist erstmal gewöhnungsbedürftig niedrig! Trotzdem brauchten wir keine Sauerstoffflaschen, obwohl ich extrem aufgeregt war wegen meines Koffers voller Spenden. Er passierte jedoch problemlos die Zollkontrolle dank eines Zertifikates von Ekkehard.
In den folgenden zwei Wochen lernten wir Spanisch im Spanish Language Institute, das wir qualitativ als exklusiv empfanden. Das Wochenende nutzten wir für einen Ausflug zum Huayna Potosi, einem der vielen 6000er-Berge Boliviens.
SUCRE
Nach einer langen und kalten Busfahrt trafen wir mit zwei Stunden Verspätung endlich in Sucre ein, einen Tag vor Famulaturbeginn. Wir hatten verabredet, uns am Sonntag mit der dentalen Ausrüstung vertraut zu machen. Diese wird im Hostal in Sucre aufbewahrt, indem alle Freiwilligen für die Zeit ihres Einsatzes in Sucre wohnen. Da wir dafür nicht den ganzen Tag brauchten, statteten wir dem traditionellen Markt in Tarabuco noch einen Besuch ab.
Am Montag, den 19. August begann endlich unser Einsatz. Wir hatten uns in zwei Teams aufgeteilt. Das andere Team wurder überpünktlich zur Militärkaserne abgeholt, wir waren vergessen worden. Nach einer Stunde des Wartens wandten wir uns an Don Arturo, den Vizepräsident von HI und Chef im Hostal in Sucre, um die Adresse unseres Zieles zu ermitteln und ein Taxi zu rufen. Mit Verspätung trafen wir im Internado „San Jose“, einem Internat für junge Männer in der Ausbildung an und wurden herzlich empfangen. Wir fanden in dem uns zur Verfügung gestellten Zimmer eine Tafel und einen Barbierstuhl vor. Mit Tischen und unserer Ausrüstung bauten wir uns einen Behandlungsraum auf und dachten, wir könnten endlich mit der Behandlung beginnen, aber unsere mobile Dentaleinheit wollte nicht mitspielen. Ekkehard konnte sie ziemlich schnell gegen die zweite dentale Einheit austauschen, die uns an diesem Tag nur einige Male im Stich ließ. Am nächsten Tag standen beide repariert bereit und liefen von da ab problemlos. Außerdem gehören zur Ausrüstung zwei Absaugungen, sodass wir zügig arbeiten konnten. Während dieser Woche arbeiteten wir zu dritt in unserem Team, denn mein Freund unterstütze uns bei der Behandlung. Deshalb konnten wir zudem parallel noch Zahnreinigungen mit dem Ultraschallgerät und einem Spuckeimer anbieten. Wir entfernten also hauptsächlich Zahnstein, exkavierten Karies, legten Füllungen und gaben Tipps bezüglich der Zahnpflege. Leider konnten wir nicht alle Jungs behandeln und erst recht nicht jeden kariösen Zahn, da dafür die Zeit viel zu knapp war. Mit dem Gefühl, nur einen Tropfen auf den heißen Stein verrichtet zu haben, packten wir am Abend des zweiten Tages unsere Ausrüstung zusammen. Allerdings wartete auf uns noch eine Verabschiedung, bei der alle Jungs des Internados anwesend waren und der Leiter uns als Dankeschön eine Plakette überreichte. Das Internado „San Jose“ ist fester Bestandteil des Einsatzeplans und wird zukünftig länger von Teams des FCSM besucht werden.
Unsere nächste Station war El Hogar „Jesus de Nazareth“, ein Heim für Kinder. Als wir dort behandelten, wohnten dort fünf Jungs, deren Zähne wir mit Füllungen und Versiegelungen versorgen konnten, und die nun kariesfrei sind und hoffenlich dank unseres gemeinsamen Putztrainings auch bleiben werden. Aus der Jugendvollzugsanstalt nebenan wurden uns zusätzliche Patienten geschickt oder wir holten uns welche, wenn wir keinen Patienten hatten. Leider war das Interesse der dortigen Betreuer an einer Behandlung der jungen Straftäter sehr gering. Trotz Sportverbotes nach einer Extraktion musste ein Zwölfjähriger am Sport teilnehmen, wodurch natürlich die Blutung nicht stoppte. Unsere Mahnung an den Betreuer, den Jungen zu schonen, führte wohl dazu, dass diese nicht mehr zu uns in Behandlung kommen durften. Im Hogar „Jesus de Nazareth“ stand uns ein altmodischer Behandlungsstuhl mit Licht zur Verfügung, der unseren Rücken im Gegensatz zu den ersten beiden Tagen sehr schmeichelte. Am offenen Fenster schauten die anderen Kinder stets neugierig hinein.
MUNICIPIO EL VILLAR
Am Sonntag um 16 Uhr brachen wir auf nach El Villar, dem Landkreis, in dem wir die nächsten fünf Wochen verbringen würden.  Eine Seite des Laderaumes des Busses war allein mit unserem Gepäck samt Ausrüstung voll ausgefüllt. Da der Busfahrer der Patensohn von Don Arturo, unserem Herbergsvater war, mussten wir kein Übergepäck bezahlen. Die Nacht war ungewöhnlich kalt und die Fenster des Busses ließen sich nicht vollständig schließen. Völlig durchgefrohren erreichten wir nach 200 km und 7 Stunden um 23 Uhr El Villar, bezogen unsere Zimmer und versuchten, unter vielen Decken warm zu werden.
Montag, 26. August. Nach einem typischen Frühstück mit platten Brötchen und Marmelade stand eine Vorstellungsrunde im Dorf auf dem Programm. Don Gaston, Bruder von Don Arturo und Herbergsvater des HI-Hostels in El Villar geleitete uns zu den wichtigsten Personen des Dorfes: Dem Bürgermeister, dem Direktor des Colegios, der weiterführenden Schule, dem Direktor der Grundschule und dem Chefarzt im Hospital.
Anschließend schlüpften wir in unsere gespendete OP-Kleidung und machten uns mit unserem Gepäck auf zum Krankenhaus, um uns dort auf die Behandlungen vorzubereiten. Wir fanden einen voll funktionstüchtigen Behandlungsstuhl vor. Unsere erste Amtshandlung bestand, wie immer, darin, alles zu säubern und zu desinfizieren, die eingespannten Bohrer zu entfernen, blutige Endofeilen außer Reichweite zu stellen und unser mitgebrachtes Instrumentarium aufzubauen. Der Behandlungsraum hatte an diesem Tag 6 Grad auf Grund des nächtlichen Kälteeinbruchs, weshalb wir, wenn keine Patienten zu behandeln waren, unsere kältesteifen Finger in der Sonne wärmten.
Zu unseren Patienten gehörten Menschen jeden Alters. Wir arbeiteten in zwei Teams mit einem zusätzlichen Stuhl an der Wand, reinigten Zähne, legten Füllungen und entfernten vereinzelt Zähne. Viele Zähne sind so verfault, dass sie beim Versuch der Extraktion nur abbröckeln. Da operative Entfernungen wegen zu schwacher Absaugung nicht ratsam sind, entschieden wir uns meistens, stattdessen lieber kariöse Zähne zu „retten“. Eine komplette Sanierung der meisten Gebisse war in einer Sitzung selten möglich. Allerdings sehen die Patienten keinen Sinn darin, erneut zum Zahnarzt zu gehen, wenn sie gerade keine Schmerzen haben. Einige wenige verstanden aber schon, dass gesunde Zähne von Vorteil sind! Der Zahnarzt des Hospitals stand immer bei Fragen zur Seite.
LAGUNILLAS
Von der zweiten Woche an behandelte ein Team weiter im Hospital in El Villar, während das andere in eine Comunidad, ein anderes Dorf im Landkreis El Villar, fuhr. Mein Kommilitone Lorenz und ich fuhren zuerst los. Nach einer halben Stunde Fahrt über den nächsten Berg fanden wir uns vor einem Kindergarten in Lagunillas wieder. Leider gab es dort keinen Strom und der Fahrer wollte uns nicht in die Schule von Lagunillas, wo es Strom gibt, bringen, da er keine Zeit gehabt habe. Wahrscheinlich hatte er eher keine Lust. Wir kratzten also den fünf Kindergartenkindern die Beläge von den Zähnen, flouridierten sie und zeigten ihnen und ihrer Erzieherin altersgerechte Zahnputztechniken. Jeder nahm seine neue Zahnbürste und Zahnpasta mittags stolz mit nach Hause. Danach warteten Lorenz und ich auf die Weiterfahrt. Eine Herde Schafe hielt sich eine Zeitlang bei uns auf. Ansonsten hörten wir nur Hähne krähen und Schweine grunzen, Comunidades bestehen in den ländlichen Regionen Boliviens aus einigen, sehr verstreuten Bauernhäusern in und um ein Tal. Für uns sah es oft so aus, als würde mitten in der Pampa eine Schule oder eben in Lagunillas eine Kirche und ein Kindergarten stehen.
Völlig unerwartet holte uns die Ambulancia schon am späten Nachmittag ab.
BARBECHOS
Am nächten Tag brachen wir zu unserem ersten Abenteuer auf. Über holprige Straßen fuhren wir eine Stunde in die Comunidad Barbechos. Vor der Schule stoppte die Ambulancia, der Direktor begrüßte uns und führte uns in ein Klassenzimmer, dessen Unterricht damit beendet war. In diesem Klassenzimmer verbrachten wir die nächsten 36 Stunden. Wir bauten uns in einem Teil unsere Behandlung auf, im anderen Teil lagen unsere Matratzen. Um unsere Rücken zu schonen und länger durchhalten zu können, stellten wir für die Kinderbehandlung einen Kinderstuhl auf einen normalen Stuhl. Die Tafel nutzen wir für Schaubilder und zur Erweiterung unseres spanischen Fachwortschatzes. Neugierige Kinder drängelten einander in der Tür und hingen draußen vor den Fenstern, trauten sich aber nicht hinein! Hier wurden wir richtig erwartet. Vor unserer Klassenzimmertür saßen immer Patienten und wir unterbrachen unsere Arbeit nur zum Essen und Schlafen. Wir behandelten Patienten aller Altersklassen, allerdings hauptsächlich Frauen! Einer Patientin konnten wir leider nicht helfen. Sie bat uns, ihre Knieschmerzen zu kurieren und war ganz ungläubig, dass wir das nicht konnten.
Wir erklärten allen Schulkindern, warum sie Zähneputzen sollten, worauf es beim Zähneputzen ankommt und verteilten wieder Zahnbürsten an alle.
Am Abend des zweiten Tages wunderten wir uns, wann wir wohl wieder abgeholt werden würden. Wir wussten, dass sich die Ambulancia nicht nach unseren Wünschen richtete und hofften, sie würde uns nicht vergessen. Als der Direktor fragte, wann wir zum Abendessen kämen, teilte er uns mit, dass wir wohl erst um 21 Uhr abgeholt würden. Wir arbeiteten noch, bis uns die Instrumente ausgingen und packten zusammen, bevor wir zu Abend aßen. Die Sirene der Ambulancia verkündete uns ihre Ankunft und wir waren froh, die Nacht wieder in richtigen Betten verbringen zu können.
Die nächste Woche verbrachten Lorenz und ich wieder in El Villar. Das andere Team musste einen Tag länger in Segura bleiben, da die Straße für den Rückweg nicht befahrbar war, und so fiel unser geplanter Ausflug nach El Dorado ins Wasser.
Meine Kommilitonen reisten am Ende der dritten Woche in El Villar bereits ab und ich bat die Voluntaria Svenja, mir die restlichen zwei Wochen zu assistieren. Aber erstmal stand das Wochenende bevor, und da es der 14. September war, das größte Fest in El Villar: Der Jahrestag, an dem die Befreiung von den Spaniern gefeiert wird. Das Fest begann schon am Freitag-Abend, mit Fackelzug, Ansprachen und Tänzen. Am nächsten Vormittag ging es weiter mit Ansprachen und Paraden zu Ehren des Freiheitskämpfers, an dessen Grab und Denkmal auf einem Berg. Wir durften für Hostelling International gemeinsam mit der Familie Zamorano marschieren. Anschließend traf man sich an der Plaza zum Essen und Trinken.
EL DORADO
Zu Beginn der folgenden Woche fuhren Svenja und ich spontan nach El Dorado. In der Ambulancia zusammengepfercht mit einem Team vom Krankenhaus, unserer Ausrüstung, Gepäck und weiteren Fahrgästen fuhren wir über die abenteuerlichste Straße, die ich kennenlernen durfte, nahe am Abgrund, und kreuzten mehrere Flüsse. Nach eineinhalb Stunden trafen wir auf einer Wiese neben einem Fluss ein, an der sich eine Schule, eine Kirche, ein Krankenhaus und eine handvoll Häuser befinden. Nachdem wir unser Gepäck in die Krankenstation getragen hatten, wurden wir von dem Krankenhausteam verlassen und standen ohne Strom und Plan da. Wir schnappten uns unser Demogebiss, Zahnbürsten und Zahnpasta und zeigten den Schülern in der Schule und im Internado, wie sie effektiver Zähne putzen können. Am Abend kehrte das Krankenhausteam zurück, sodass wir am nächsten Tag mit Hilfe eines Generators mit unserer Arbeit beginnen konnten. Der Bedarf an zahnärztlicher Behandlung war dort sehr groß, besonders unter den Kindern. Der Patientenstrom riss nicht ab. In der Krankenstation, in der eine Krankenschwester wohnt, gibt es einen voll funktionstüchtigen Behandlungsstuhl, sowie einen Sterilisator, sodass wir zügig arbeiten konnten. Leider aber viel zu kurz. Am Abend kehrten wir wieder nach El Villar zurück, da wir keine andere Rückreisemöglichkeit hatten als die Ambulancia. Weil es aber noch viel Behandlungsbedarf in El Dorado gab und wir von den Bewohnern gebeten wurden, zurückzukehren, fuhren wir in der nächsten Woche erneut nach El Dorado. Leider hatten wir einen halben Tag Verspätung, da die Ambulancia außerplanmäßig unterwegs war. Wir wurden so herzlich von den Kindern empfangen wie selten! Diesmal konnten wir den Generator in der Krankenstation  selbst bedienen und sofort mit der Behandlung beginnen. Wir unterbrachen unsere Arbeit nur zum Essen und behandelten am Abend bis in die Nacht hinein. Wir wollten eigentlich drei Tage behandeln, mussten aber schon einen Tag früher abreisen, da die Lehrer, mit denen wir mitfahren sollten, schon am Donnerstag nach El Villar fuhren. Unser Benzinvorrat hätte auch nicht länger gereicht. Und so fuhr ich auch schon ein letztes Mal gen El Villar, diesmal auf der offenen Ladefläche eines Kleinlasters.
ÜBERBLICK
Den Folgetag in El Villar nutzte ich für eine Bestandsaufnahme und dazu, die Ausrüstung für die Rückfahrt nach Sucre zusammenzupacken.
Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns von den Voluntarios, der Herbergsmutter und El Villar. Obwohl einige Unzulänglichkeiten zu meistern waren, fiel uns der Abschied nicht leicht! Wir hatten viel Spaß mit den Voluntarios und Don Carlos sowie seiner Familie, mit denen wir bolivianische Kultur erlebten.
Zu den Unzulänglichkeiten gehörte, dass manchmal der Strom ausfiel, allerdings nicht für lange Zeit. Manchmal gab es kein Wasser, einmal tagelang. Allerdings gehört das meines Erachtens dazu und wir konnten damit gut leben! Anstrengend war, dass wir in der Organisation der Einsätze wenig unterstützt wurden, vor allem nicht vom Krankenhaus. Wichtig: Lieber mehr Zeit einplanen für die Einsätze im Außendorf. Dorthin scheint sich höchst selten ein Zahnarzt zu verirren, dabei leben dort so viele Kinder, die keine Gelegenheit haben, zum Zahnarzt zu gehen. Grade die Arbeit mit den Jugendlichen und Kindern bereitet Spaß, die Gastfreundschaft in den Internaten und dem Kinderheim ist überwältigend. Wenige Eltern kümmern sich um die Zahngesundheit ihrer Kinder. Dadurch, dass wir zu den Kindern kamen, rückte der Zahnarztbesuch erst in das Bewusstsein vieler Kinder und Jugendlicher. An einem Nachmittag brachte mir eine Voluntaria ihre Schulklasse aus Villa Pampa, das eine Stunde Fußmarsch entfernt liegt, mit. Die Eltern interessiert das einfach nicht. Leider hatten wir auch kleine Patienten, die schon Angst vor dem Zahnarzt hatten und sich nicht trauten, den Mund zu öffnen. Aber die überwiegende Anzahl zeigte tapfer aktive Mitarbeit.
Sehr positiv für uns - und vor allem für die Patienten - empfinde ich, dass der FCSM großen Wert darauf legt, deutsche Standards in der Behandlung einzuhalten. Im Gegensatz zu den bolivianischen Zahnärzten benutzten wir nur sterile Instrumente. Die komplette Ausrüstung des FCSM in Sucre umfasst zwei mobile dentale Einheiten, einen Heißluftsterilisator, zwei Absaugungen, ein Ultraschallgerät, Polymerisationslampen, einen Apexfinder, viele Instrumente und Materialien, die es ermöglichen, in der gewohnten Qualität zu behandeln. Meistens findet man einen funktionstüchtigen Behandlungsstuhl vor und sogar Sterilisatoren.
AUSBLICK
Die nächsten Einsätze des FCSM werden voraussichtlich wieder eine Woche in der Kaserne und im Internado „San José“ in Sucre stattfinden. Die Außeneinsätze werden sich wohl nicht mehr auf El Villar konzentrieren, wobei die Außenweiler wie Barbechos und El Dorado nicht vergessen werden sollen. Es ist geplant, in Tarabuco und seinen Comunidades Behandlungen anzubieten. Der große Vorteil von Tarabuco: es liegt nur eine Autostunde von Sucre entfernt.
Ich danke für meine schönen Erlebnisse in Bolivien dem FCSM, Hostelling International Bolivia, für die Hilfe durch finanzielle Unterstützung dem DAAD, ZAD und für ihre sehr gute Betreuung Frau Bungartz!

BOLIVIEN
Bolivien ist das ärmste Land Lateinamerikas mit ca. 10 Mio. Einwohnern. Der Staat nennt sich plurinational, weil er aus vielen indigenen Völkern besteht, wobei die größten Völker die Aymara und die Quechua darstellen. Allerdings gibt es überwiegend Nachfahren der Spanier, bzw. „Mischlinge“. Auf dem Land ist die jeweilige Volkssprache Muttersprache, Spanisch wird oft erst später gelernt, Englisch so gut wie gar nicht.
Was Bolivien zu bieten hat: außergewöhnliche, wunderschöne Natur und Bodenschätze
VISUM
90 Tage Touristenvisum/Jahr, bei Einreise über Land gibt’s nur 30 Tage, die verlängert werden können
KLIMA
stark abhängig von der Region. Zu unserer Reisezeit war es Winter, bzw. Frühlingsbeginn.
In El Villar hatten wir sogar eine Nacht Frost. Während es tagsüber meistens sonnig war, mussten wir uns abends warm anziehen. Im Altiplano, also La Paz, Largo Titicaca, Salar de Uyuni, die alle auf ca. 4000m liegen, ist es immer sonnig gewesen, aber teilweise extrem windig und in den  Nächten sehr kalt.
ESSEN
Reis und Kartoffeln, dazu Fleisch oder Forelle und Salat, Nudeln. Ein Mittagessen besteht im Normalfall aus einer Suppe, einem Fleisch- oder Fischhauptgericht und einem Obst oder Saft als Nachspeise und kostet ca.1.50 Euro. Die Brötchen unterscheiden sich regional in der Form, sind aber immer weiß. Das Essen, das auf der Straße angeboten wird, ist typisch und gut!
Chicha ist das Bier der Incas und wird aus Mais gebraut. Mir schmeckt es zu stark nach obergäriger Hefe.
SICHERHEIT
besser nie alleine unterwegs sein, nie den Pass oder Kreditkarten dabei haben, dann können die auch nicht geklaut werden. Uns ist nichts passiert. Es gibt aber in La Paz Polizisten, die Touristen ausrauben und es ist überall möglich, z.B. von Kinderbanden beklaut zu werden.
Taxifahren ist so billig, dass man immer ein teureres privates Taxi nehmen kann, das man sich auch rufen lassen kann. Sollte ein Fremder in dein Taxi einsteigen, sofort das Taxi verlassen! Taxifahrer kennen sich unserer Erfahrung nach in Städten nicht sonderlich gut aus. Es ist hilfreich, einen Stadtplan dabei zu haben.
REISEN
Fliegen innerhalb Boliviens ist nicht teuer und sehr viel schneller als die Busfahrten. Allerdings sind die Busse auch empfehlenswert. Wir haben immer das teuerste Busunternehmen genommen, das verfügbar war, um höheren Komfort zu haben (z.B.: Sucre-Santa Cruz, 12h, 11 Euro). Es empfiehlt sich, immer das eigene Gepäck im Blick zu haben bei Stops, dann sollte nichts passieren. Die Straßen sind oft nicht befestigt, die betonierten werden aber immer mehr.
Bei Touren nicht auf einen Guide verzichten!
Reisen am besten buchen mit Hostelling International. Zwei Mädels von HI organisieren die Reisen. Das Büro befindet sich in La Paz, aber in jedem Hostal ist der jeweilige Chef  Ansprechpartner und Vermittler für Reisen.
Ich empfehlen  die Tour auf den Spuren der Incas zum Macchupichu in Peru, die Salar-de-Uyuni-Tour, die Urwälder (empfehlenswert: Die Death Road verbinden mit Rurrenabaque),... (alles HI-Reisen)
AUSRÜSTUNG
Reiseführer: wir hatten den Rough Guide und Footprint dabei. Vorsicht mit dem Rother Wanderführer! Manche Touren darin stimmen nicht und das ist in Bolivien gefährlich!
Memorix
Malarone/Malariaprävention (nicht nötig im Hochland).
Altes Handy + Entel-SIM-Karte vor Ort (in El Villar funktioniert nur Entel)
feste Schuhe/Wanderschuhe
Skiunterwäsche (wichtig für lange Busfahrten und Ausflüge ins Altiplano)
warmer Schlafsack (v.a. wenn dort Winter ist, oder eine Altiplano-Reise geplant ist)
Arbeitskleidung: OP-Bekleidung ist vorhanden, Größen sollten vorher mit dem Team abgeklärt werden, Schutzbrille, Licht für die Behandlung
UNTERKÜNFTE
Hostels von Hostelling International. Die sind sicher und man hat als Voluntario immer einen Ansprechpartner. Die Organisation verfügt über ein Reisebüro, das ich absolut empfehlen kann. Wir mussten uns um nichts kümmern und konnten sorglos (und sicher) reisen, wie wir wollten.
SPRACHKURS
Ohne Spanisch kommt man in Bolivien nicht weit. Das Spanisch in den Regionen ist oft schwer zu verstehen, weil es beeinflusst ist von den regionalen Volkssprachen oder die Menschen haben unser Spanisch teilweise aufgrund der unterschiedlichen Aussprache schwer verstanden.
La Paz: Spanish Language Institute: http://www.spanbol.com
Sucre: Im HI-Hostal, auch spontan möglich
Santa Cruz: buchbar im HI-Hostal „Jodanga“
FLUG
Rechtzeitig buchen, Iberia vermeiden. Es gibt Gesellschaften, bei denen zwei Gepäckstücke ohne Aufpreis transportiert werden, was ideal ist, um Spenden zu transportieren. (Evtl. TAM Brasil, Lufthansa, BOA
SPENDEN
Was benötigt wird, mit Ekkehard absprechen. Von ihm gibt es i.d. R. ein kleines Paket mit Anästhetikum und sonstigem zu transportieren. Zahnbürsten und Zahnpasta sind sehr sinnvoll!
INFO UND KONTAKT
www.fcsm.org,
www.hostellingbolivia.org,
www.mosaicoboliviano.com,
maximiliane.bitter@t-online.de
MEIN DANK FÜR ZAHLREICHE SPENDEN GEHT AN DIE FIRMEN:
Heraeus, Voco, Hu-Friedy, Zhermack, 3M Espe, Thienel, Sunstar, Frank Dental, Komet, oral prevent, Harvard, lege artis, Dr. Jean Bausch GmbH, 7days, Zahnklinik der LMU München, Abt. Prothetik
Maximiliane Bitter
 
 
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