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Herget, Jürgen

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Guadalupe vom 5.9. bis 30.9.2016

Für Christina und mich war es der zweite Aufenthalt in Guadalupe. Wir reisten am 2.9.2016 mit KLM von Hamburg über Amsterdam nach Quito an und hatten somit einen Tag zur freien Verfügung in Quito, um die Altstadt anzusehen. Hier kann man eine Stadtrundfahrt im offenen Bus (15 $ pro Pers.) empfehlen. Ausserdem muß man natürlich zum „mitad del mundo“. Dorthin gelangt man für einen Dollar mit dem öffentlichen Bus.
Der Weiterflug nach Loja erfolgte am 4.9. Hier trafen wir eine der beiden Zahntechnikerinnen, mit denen wir die nächsten 4 Wochen zusammenarbeiten sollten. Die Flugtickets hatte uns Padre Jorge bestellt (112 $); ebenso die Taxenfahrt von Catamayo nach Guadalupe (60 $).
Da Christina und ich schon im April 20l5 einen Monat in Guadalupe gearbeitet hatten, war für uns die Eingewöhnung recht leicht, sodass wir gleich am Montag mit Lida, der Helferin vor Ort, hart loslegen konnten. Am ersten Tag hatten wir 25 Patienten, was bedeutet, daß der Arbeitstag erst nach 17 Uhr endete.
Unser Team bestand nun in den folgenden 4 Wochen aus 2 hervorragenden Zahntechnikerinnen, Gretel und Sophie, Lida, Christina und mir.
Wir behandelten im Durchschnitt zwischen 20 und 25 Patienten pro Tag, wobei unser
Behandlungsspektrum von Füllungen über Extraktionen, Weisheitszahn-Operationen und den üblichen "Placas" und der modifizierten Maryland Brücke (bei kleinen Frontzahnlücken) und der häufig nachgefragten "limpieza“ = Zahnreinigung reichte.
Die täglichen Öffnungszeiten der Klinik waren von 8-12 und 13-17 h. Da sowohl Christina als auch ich Spanisch sprechen, konnten wir die Konversation mit den
Patienten ohne Amanda´s Hilfe führen.
Aufgrund des hohen prothetischen Arbeitsaufkommens mußten die beiden Zahntechnikerinnen oftmals ohne Pause durcharbeiten. Wir Behandler haben sie nicht selten bedauert.
Wie bereits vor einem Jahr, haben die hermanas zweimal täglich für unser leibliches Wohl gesorgt. So wurden wir täglich mit einer Mischung aus ecuadorianischer, columbianischer und italienischer Küche verwöhnt.
Da wir uns als Team sehr gut verstanden, verbrachten wir die 3 freien Wochenenden
gemeinsam.
Das erste Wochenende sind wir nach Vilcabamba gefahren und haben den Mandango, den Hausberg des Ortes, bestiegen. Man kann für 6 $ mit dem Bus von Guadalupe nach Vilcabamba fahren.
Das zweite Wochenende sind wir im hoch gelegenen Teil des Podocarpus Nationatpark (3.400 m) gewandert. Anreise über Loja (4 $) und Taxe bis zum Refugio (20 $). Sehr anspruchsvoll.
Das dritte Wochenende hat Amanda, die gute Seele der Klinik, uns eine Bootsfahrt auf dem Rio Nangaritza organisiert. Zwei Übernachtungen mit Vollverpflegung, An- und Abreise, Bootsfahrt und Wanderung durch den Regenwald 129 $. Das ist unbedingt zu empfehlen.
Das letzte Wochenende sind dann Christina und ich noch bis 100 m unter den Gipfel des Pinchincha, dem Hausberg von Quito, gestiegen. Anreise mit der Taxe zur Talstation des teleferico (5 $). Man sollte früh starten, da der Anstieg einige Zeit braucht (4.700 m hoch).
Ich kann jedem Kollegen nur einen solchen Einsatz empfehlen. Das Schöne an unserem Beruf ist, daß wir überall arbeiten können.
Christina Frye, Jürgen Herget
 
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