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Guadalupe 21.07. - 07.08. 2015
                                          
Was bleibt.........
fast 3 Monate nach unserer Rückkehr lassen wir unsere Zeit in der Clinica noch einmal Revue passieren:

Neben den vielfältigen Eindrücken in Quito mit  Sehenswürdigkeiten, dem geschäftigen Großstadttreiben, der entsprechenden Geräuschkulisse, dem Teleferico, dem Mariscal und der Altstadt mit all ihren Kirchen ist man immer wieder verblüfft, wieviel Buntes an und in allen Ecken und Schichten dieses Landes Platz hat.
Im Gegensatz dazu empfindet man Guadalupe als eine Oase der Ruhe. Der Weg dorthin ist bereits ein zum Teil sehr holpriges kleines Abenteuer. Wir haben die Möglichkeit in Anspruch genommen, uns am Flughafen per Taxi abholen zu lassen.
 
Nach herzlichem Empfang in der Klinik hatten wir uns schnell orientiert und untereinander im Team bekannt gemacht. Beeindruckend und lustig war es festzustellen, wie unkompliziert sprachliche Barrieren überwunden wurden.
 
Wir waren ein spaßiger Haufen: Ein italienischer Zahnarzt, 4 Deutsche, davon 1 Hygiene-Assistentin und 3 Techniker. Wir einigten uns auf die Haussprache Englisch. Parallel stiegen bei Trabajo und den Hermanas unsere Spanisch-Kenntnisse.
Eine Terminabsprache zu Beginn verlief z.B. so: (man stelle sich dabei Hände und Füße im regen Einsatz vor.) Zahnarzt: “Five-teeth-placa. Ready when?“; Techniker: „Tomorrow!"; Zahnarzt: „What? I`m Italien!“; Techniker: „Okay ...3 days.!“ ;-)

Nach kurzer Zeit klang es dann z. B. so: Lida kommt mit Abdrücken ins Labor: “Hola! Una placa, con cinco dientes!“; Techniker: “Mañana. Listo!“; Lida: “Schau mer mal.“ :-)

Bei der Arbeit im Labor bekam man immer mal wieder Besuch von wartenden Patienten. Besonders in Erinnerung ist der Besuch dreier Kinder plus Hund. Kurzerhand wurde einfach aufgemalt, was nicht verstanden wurde. Sehr süß !
 
Neben all den Neuanfertigungen überraschte der gute und saubere Zustand der zu reparierenden Prothesen.

Alles dort läuft so herrlich entspannt ab. Seien es Materialbestellungen, Reparaturen (einmal fiel der Kompressor mittags aus), die Geduld der Patienten ist unglaublich. Es ist rührend, auf wie viel Offenheit, Gelassenheit und Freundlichkeit man stößt.

An den Wochenenden hat man einige Möglichkeiten, die Gegend zu erkunden. Wir sind z.B. einmal früh morgens mit dem Bus nach Zamora und nachmittags zurück. (Dort findet man auch einen Bankautomaten.) Einmal sind wir mit den Rädern einfach drauflos. Sehr beeindruckend war für uns die 5-stündige geführte Wanderung durch den Wald, den Berg hinauf zu dem großen Wasserfall. Mit Zwischenstopp an der Finca der Familie, wo wir mit frischen Empanadas und Getränken versorgt wurden (Amanda vermittelt diese Führungen.)

....Was bleibt ist ein bisschen Heimweh nach Guadalupe, wenn man sich mal wieder zu sehr dem Alltagswahnsinn hingegeben hat.
 
Allen eine schöne Zeit !

Carmen Hamann & Wolfram Kohns
 
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